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22.07.2012

Chinagarten Zürich

Nur wenige Meter vom Zürichsee entfert liegt der "Chinagarten" der Stadt Zürich. Sein Bau wurde 1993 von der Züricher Wasserver- sorgung zu ihrem 125 Jährigen Bestehen ermöglicht. Er ist eine Danksagung der Stadt Kunming in Südchina, für die Unterstützung bei der Erstellung der Kunminger Wasserver- sorgung. Der Garten wurde mit Unterstützung kunminger und züricher Handwerker und Gartenfachleute unter der Leitung des damaligen züricher Gartenbauamtes errichtet. Tritt man durch das Eingangsportal des Chinagartens, fällt der Blick zuerst auf den See inmitten des Gartens. 
Zur Rechten befindet sich das Wasserpalais mit chinesischen Möbeln, welches links und rechts von einem Wandelgang eingeschlossen ist. An der Hinterseite des Sees befinden sich zwei quadratische bzw. sechseckige Pavillons. Der See wird von zwei Brücken und einem weiteren runden Pavillon geteilt. Die drei Pavillons laden zum Verweilen in diesem wunderbaren und sehr authentischen Garten ein. Ein Besuch in Zürich sollte auf jeden Fall einen Ausflug zu diesem Kleinod chinesischer Gartenbaukunst mit einschließen. Fotos... 
Mit dem öffentlichen Nahverkehr gelangt man ganz in die Nähe des Chinagartens. Mit der Strassenbahnlinie 4 vom Haupt­bahnhof bis zur Haltestelle Höschstrasse. Von dort aus sind es nur noch etwa 500 Meter zu Fuß. Der malerische Zürichsee lädt zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Richtung Norden (vom Ausgang des Chinagartens gesehen rechts) gelangt man wieder zurück zur Altstadt. Richtung Süden (vom Ausgang links) führt die Uferpromenade zum Bahnhof Tiefenbrunn, von dem die Strassen- und S-Bahnen in die Stadt abfahren.  
Dort biete sich vor oder nach dem Besuchs des Chinagartens ein Abstecher zur nur wenige Meter vom Bahnhof entfernten Museumsmühle Tiefenrbunn an, welche das Museum Mühlerama beherbergt. Die Museumsmühle eröffnet einen Eindruck, wie aufwändig früher Mehl gemahlen wurde. Regelmäßig Ausstellung in den Räumen der Mühle bieten Interessantes zum Thema Essen. Die aktuelle Ausstellung befasst sich mit Gift im Essen in seinen verschiedenen Formen.  Fotos...

17.07.2012

175 Jahre alter Botanischer Garten Zürich

Am 23. Juli feierte der Alte Botanische Garten Zürich seinen 175 Geburtstag.

Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltete der Botanische Garten der Universität Zürich, die "Grün Stadt Zürich" und Frau Prof. Mareile Flitsch mit ihr Team vom Völkerkundemuseum der Universität Zürich, eine gelungene Feier. Frau Prof. Conti, die Direktorin des Botanischen Gartens und Herr Tschannen, der Direktor der "Grün Stadt Zürich", wiesen auf die Bedeutung des Botanischen Gartens für die Lebensqualität in der Großstadt hin. Ein Rahmenprogramm mit mehreren Führungen durch den Alten Botanischen Garten und dessen lange und aufregende Geschichte, mehrere musikalische Darbietungen und ein Workshop für Kinder und in dem sie Salbe aus "Zauberkräutern" herstellen konnten, rundeten die Feierlichkeit ab. Fotos...

Besonders interessant ist die Ausstellung "Man muss einfach alles sammeln" zum züricher Botaniker und Forschungsreisenden Hanz Schinz (1858-1941) und seiner Forschung in Südwestafrika 1884-1887, welche noch bis zum 03. März 2013 in den Räumen des Völkerkundemuseums der Universität Zürich, direkt im Alten Botanischen Garten, an der Pelikanstrasse 40 zu besichtigen ist. Die Ausstellung wurde unter der Leitung von Frau Prof. Flitsch von Studenten des Ethnologischen Seminars der Universität Zürich erstellt. Fotos

20.02.2012

Ausstellung zur Kulturrevolution

Kulturrevolution
Die Kunst der Propaganda und des Alltags in der Zeit, der von Mao zwischen 1966 und 1976 ausgelösten "Großen proletarischen Kulturrevolution", sind Gegenstand der aktuellen Ausstellung "Kultur der Kulturrevolution - Personenkult und politisches Design im China von Mao Zedong" des Völkerkundemuseums in Zürich.

Manche der Darstellungen auf Plakaten, Postern und Utensilien des Alltags, erinnern in ihrer naiven, undifferenzierten Darstellung an Zeichnungen für Kinderbücher. Auch dem unbewanderten Bauern wird der Unterschied zwischen Gut und Böse, zwischen Kommunismus und dem Rest des Universums so klar veranschaulicht, dass ihm der Luxus einer eigenen Meinung erspart wird. Wer hier nicht lächelt und winkt ist demnach der Klassenfeind.
Wichtige Elemente sind auch die Roten Banner und das "kleine rote Büchlein", die gesammelten Werke Mao Zedongs, auch als Mao-Bibel" bezeichnet, das tunlichst jeder in die Höhe halten sollte. Dabei war diese Kulturrevolution, die als Erneuerung innerhalb der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) propagiert wurde, eine Abfolge von teilweise widersprüchlichen Kampagnen und erbitterten Machtkämpfen, die dazu diente, die alten Parteiführer (abgehobene "Bürokratenklasse") zu entfernen, die Mao kritisch gegenüber eingestellt waren und die Revolution, als Maos Vermächtnis für immer aufrecht zu halten. Im Mittelpunkt der Kulturrevolution stand, wie man aus den verschiedenen Darstellungen ersehen kann, der innerste Machtapparat der kommunistischen Partei, welcher die Jugend
für ihre Machtkämpfe missbrauchte. Der einzige Fixstern in der Welt der Kulturrevolution war Mao, mit seinen Attributen Steuerrad und rotem Sonnenaufgang, Symbole, die nur mit seiner Person verbunden werden durften. China selbst hat dieses Kapitel noch nicht verarbeitet. In vielen kleinen Läden und auf vielen Märkten in China findet sich noch immer allerhand Mao-Kitsch, der wohl eher für Touristen gedacht, manchen jungen Leuten heute als Pop-Art und zur Belustigung dient. >> Fotoserie

Ausstellung "Die Kultur der Kulturrevolution - Personenkult und politisches Design im China von Mao Zedong" bis 10. Juni 2012 im Völkerkundemuseum der Universität Zürich